
Weiß, schwarz und blau ... die Farben, die unseren Aufenthalt in Chiang Rai bestimmen sollten. Nun ja, eigentlich auch die Farbe braun. Aber wer jetzt diesen Artikel angewidert überspringen will, der sei entwarnt: es geht um Kaffee. Und zwar Kaffee aus einem Kaffeevollautomaten ... in einem Hostel ... den wir so oft nutzen durften, wie wir wollten. Das Hostel war eine der größten Überraschungen in Thailand. Modern, komfortabel, preiswert - und eben mit einem Kaffeevollautomaten ausgestattet. Da für den morgendlichen Koffeinschock also gesorgt war, konnten wir uns entspannt den weiteren Attraktivitäten der Stadt widmen. Mit Shuttle-Bus und zu Fuß erkundeten wir die Tempelanlagen Wat Rong Khun, Baan Dam und Wat Rong Suea Ten, die umgangssprachlich auch als weißer Tempel, schwarzes Haus und blauer Tempel bezeichnet werden.
Nach unseren intensiven Erlebnissen in Myanmar war Thailand bei unserer weiteren Planung bisher etwas zu kurz gekommen. Da wir knapp 10 Tage Zeit hatten bis wir uns in Laos mit unserer nächsten Besucherin Sarah treffen wollten, war Thailand nicht mehr als ein "Durchlaufland". Wenn man plötzlich die freie Auswahl aller südostasiatischen Länder hat, erschien uns das beliebteste Reiseziel in dieser Region als wenig reizvoll - zu unrecht.
Glasklares Wasser, Palmenstrände und Sonnenuntergänge, die das Meer in tiefes Rot tauchen ... vielleicht die klischeehafteste Vorstellung von einem Leben auf Weltreise. Für uns sollte es aber 3 Monate dauern, bis wir unseren ersten Traumstrand erblickten. Da für unsere beiden Mitreisenden Alex und Betty der letzte Abschnitt unserer gemeinsamen Tour durch Myanmar anbrach, wollten wir hier die kommenden Tage noch einmal ganz in Ruhe genießen. Einfach nur entspannen von den "Anstrengungen" der bisherigen Reise.
Pagoden, Pagoden, Pagoden - das ist das Stichwort in Bagan. Natürlich gilt das für ganz Myanmar, aber hier in Bagan erlebt man die typischen Bauwerke nochmal auf eine ganz andere Weise. Auf unseren bisherigen Stationen besuchten wir bereits Dutzende dieser heiligen Stätten und waren immer wieder von Formvielfalt und der exotischen Schönheit der Bauwerke begeistert. Wie für wahrscheinlich jeden Tourist sollte die alte Königsstadt ein Highlight für uns werden.
Mandalay, bereits der Klang des Namens verheißt Exotik und goldenen Glanz. Die letzte Hauptstadt des burmesischen Königreichs hielt diesen Titel nur von 1857 bis 1885, bis sie von den Briten eingenommen und dem Empire einverleibt wurde. Viele Tempel, Klöster und Pagoden fielen danach kriegerischen Auseinandersetzungen im Zweiten Weltkrieg und verschiedenen Feuersbrünsten zum Opfer, so dass von der früheren Pracht nicht mehr viel übrig ist. Einige Bauwerke, wie z.B. der alte Königspalast wurden aufwendig restauriert ... teilweise auch mit fragwürdigen Methoden der herrschenden Militärjunta.
Auf dem Weg nach Mandalay sollte der Inle Lake für ein paar Tage unser Reiseziel werden. Der Süßwassersee liegt Shan-Staat, einem Bezirk von Myanmar. Das Leben der Menschen ist hier komplett auf den See ausgelegt. Aber zuerst mussten wir dorthin gelangen, natürlich wieder mit dem beliebten Nachtbus.
Da der Blog nun doch etwas an Aktualität verloren hat gibt es in Zukunft einige eingestreute Appetithappen auf zukünftige Beiträge. In Neuseeland begaben wir uns auf Grzimeks Spuren und entpuppten uns als begabte Tierfilmer. Das Video ist lang - ja - aber hier konnte einfach keine Sekunde heraus geschnitten werden. Also im Zweifel herunterladen, Bierchen aus dem Kühlschrank holen und eine Folge "Tom & ..." ähm "Jerry & Jerry (& Jerry)" genießen.
Die meisten Touristen machen einen Bogen um Naypyidaw. Grundsätzlich auch zu Recht, gibt es doch weitaus schönere Orte in diesem riesigen Land. Die Planstadt wurde erst 2005 als neue Hauptstadt von Myanmar festgelegt. Der Großteil der Menschen lebt aber weiterhin in Yangon und Mandalay. Wir gaben der "Geisterstadt" eine Chance und wollten diesen skurrilen Ort zumindest für einen Tag erleben. Los ging es bereits mitten in der Nacht, als wir dem Busfahrer klar machten, dass wir genau hier und jetzt sofort aussteigen möchten.
Die grobe Reiseroute war nun also gesetzt und wir wollten keine Zeit verlieren. Auf unserem Weg nach Mandalay sollten die Orte Bago, Naypyidaw und der Inle-Lake abgeklappert werden. Um jeden Tag auch ordentlich zu nutzen planten die Damen der Reisegruppe Weise-Quauck eine wilde touristische Odyssey für die ersten beiden Ziele. Von Yangon startete sehr früh am Morgen eine kurze Busfahrt und wir wurden noch am Vormittag auf einer staubigen Piste in Bago ausgesetzt.
Von Nepal nach Myanmar brauchte unser Flieger nahezu genauso lang wie ein Flug aus Deutschland. Der Grund ist einfach: zuerst ging es bis zur Südspitze Malaysias um dann von Kuala Lumpur wieder nach Norden zu fliegen. Ziemlich sinnlos, ziemlich lang, dafür aber günstig.








