Endlich ist der Tag gekommen: Mit einem Billigflug nach Moskau beginnt am 01.08.2019 unsere, hoffentlich spannende und ereignisreiche, Reise um die Welt. Da wir beide wissen, dass eine Nacharbeitung aller Fotos, Erlebnisse und Eindrücke wahrscheinlich ein weiteres Jahr dauern würde, versuchen Eva und ich mit diesem Blog alles etwas zeitnaher zu sortieren. Hauptsächlich für uns selbst, aber auch für alle, die über unsere Zwischenstationen in den kommenden Monaten informiert werden möchten.

Etwas erschwerend kommt hinzu, dass wir beide ziemliche Noobs sind, wenn es um Webgestaltung geht. Eva nutzt zwar fleißig den WhatsApp-Status und Instagram, eine Webseite hat bisher aber keiner von uns betrieben. Nun ja, irgendwann ist immer das erste Mal. Und nun sitze ich um 0:33 Ortszeit (21:33 in Leipzig) in Jekaterinburg in der Küche eines Hostels und schreibe munter drauf los.

Der Abflugtag war für uns beide der erste wirkliche Urlaubstag, der berufliche Stress der Vortage (und -wochen) wich nun dem Stress der letzten Vorbereitungen. Nachdem ich meine ersten Fotos unserer Ausrüstung machte erinnerte mich Eva, dass wir gar nicht mehr sooo viel Zeit hatten, bis der Flieger startete. Also muss der Bericht über den ganzen Krimskrams den wir so mitschleppen würden noch etwas warten und wird zu gegebener Zeit nachgereicht. Nur soviel sei gesagt: Unsere 40L-Rucksäcke Osprey Farpoint erweisen sich schon jetzt als echte Raumwunder und wir bleiben beim Hauptgepäck jeweils knapp unter 10 Kilogramm. Sehr ordentlich dafür, dass wir doch immer wieder Kleinzeug gefunden haben, was doch noch unbedingt auf Reise musste. Eine Handgepäck mit unter 5 Kilogramm und eine 2 Kilogramm schwere Kameratasche vervollständigten unsere Ausrüstung für den ersten Flug. Wie bereits angedroht: Die genaue Auflistung folgt demnächst.

Pünktlich 16 Uhr war Start in Borsdorf. Von allen unseren Lieben hatten wir uns die letzten Tage bereits intensiv verabschiedet, so dass wir ohne große Tohuwabohu aus dem Hoftor Richtung Bahnhof Borsdorf spazierten.

Auf dem Flughafen angekommen und den Check-In überstanden wurden wir dann doch noch von der Schulze-Brigade überrascht. Wegschicken konnte man die vier ja nun auch nicht also blieb uns nichts weiter übrig als uns auf Hefeweizen und Sekt einladen zu lassen innocent

Nach erneuter Verabschiedung startete endlich unser Flug zum ersten Zielort: Moskau.

Nach der Ankunft der erste Schreck. Evas Rucksack rutschte als einer der ersten übers Gepäckband, meiner ließ auf sich warten. Genauer gesagt - er kam nicht. Super Start für so eine Tour. Minutenlang drehte nur noch ein einsamer Trolley seine Kreise, von meinem Rucksack fehlte jede Spur. Also mitten in der Nacht zum "Lost-and-Found"-Schalter und ein erstes Mal mit englisch losgelegt. Darauf gleich die erste Überraschung: No english, please. Dass es mit der englischen Sprache in diesem riesigen Land hin und wieder schwer werden würde war uns schon klar, dass uns das aber bereits am Flughafen passiert war doch etwas überraschend. Eher widerwillig bot uns die reservierte Dame per Google-Übersetzer an, das Problem zu schildern. Nach kurzer Wartezeit wurde der vermisste Kamerad dann tatsächlich von einer weiteren (etwas netter dreinschauenden) Dame zu uns gerollt.

Auf zur nächsten Hürde: Taxi rufen. Grundsätzlich ja kein Problem, nur wollten wir nicht irgendwelche Phantasiepreise zahlen, sondern für die Strecke von knapp 10 Minuten die üblichen 150-200 Rubel (2-3€). Preis am offiziellen Taxischalter im Flughafen 3000 Rubel. Ähm nein Danke. Auch auf Evas Nachhaken, dass es einen "üblichen" Preis gäbe, kein Erbarmen. Also raus aus dem Flughafen und anderweitig umgeschaut. Draußen erwartete uns eine Traube von Taxifahrern und deren "Auftrag-Heranholern". Preis hier: 1000 Rubel, immerhin schonmal nur 14 statt 41€. Da es durch die Rucksack-Suchaktion nun schon fast Mitternacht schlug gingen wir den Deal ein und wurden von einem wortkargen Usbeken in ein Wohngebiet direkt am Flughafen gefahren. Als erste Unterkunft für Moskau hatten wir uns nämlich ein Zimmer in einer privaten Wohnung über Airbnb gemietet. Ein Wohngebiet bestehend aus einem Hochausblock am anderen, ohne Klingel oder Namensschildern, dafür mit jeweils mehreren Eingängen. Also nachts um 0 Uhr das Telefon rausgeholt und Alex, unseren Vermieter angerufen. Er war noch wach, sehr freundlich und hilfsbereit. Der Tag endete mit einem schönen, sauberen Zimmer und der Info aus erster Hand: Ja, der Taxifahrer hat uns abgezockt ... die Recherche aus dem Internet war doch richtig. Nun gut, abgehakt ... Schlafen

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