Nach den Anstrengungen unseres Treks durch die Berge wollten wir nun etwas entspannen. Pokhara, die vielleicht schönste Stadt Nepals sollte uns dazu 5 Tage lang zum entdecken und erkunden einladen.

Paragliding, Bootsfahrten, kleinere Ausflüge zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten ... all das machten wir nicht. Pünktlich am ersten Tag nach unserer 13tägigen Wanderung legte es mich mit einer ordentlichen Erkältung flach. Nach weiteren 2 Tagen hatte ich Eva damit auch gleich noch angesteckt. Also blieben uns ein paar Tage, in denen wir maximal den Gang zum nächsten Restaurant antraten, ein paar Souvenirs shoppten und uns die meiste Zeit im Bett räkelten. Vielleicht hatten wir das auch einfach mal nötig. Klar, richtig anstrengend war unser Tagesgeschäft nun nicht gerade aber immer auf Achse zu sein schlaucht dann doch etwas. Genießen konnten wir unsere Chill-Tage zwar nicht, aber immerhin hatten wir eine gemütliche Unterkunft mit einem stabilen WLAN und konstanter Stromversorgung, was will man mehr? Unsere Unterkunft kannten wir ja bereits durch eine Übernachtung vor unserer Trekking-Tour, wir durften sogar wieder in das selbe Zimmer. Und mal ehrlich: Wir hätten auch kein anderes Zimmer beziehen wollen, hatten wir uns doch bereits an Plüschherz und rote Flauschedecke gewöhnt.

Um Pokhara nun nicht ganz aus der Betrachtung fallen zu lassen: es ist tatsächlich ganz hübsch hier. Die nette Ufer Promenade zum wunderschönen Phewa-See lädt zum schlendern ein, man findet sowohl touristische, als auch günstige lokale Restaurants und Cafés. Auch hier merkte man die Nachwirkungen des Dashain-Festivals. Unsere einzige geplante Aktivität zur World-Peace-Pagode machte die endlos lange Schlange am Fährterminal zunichte. Anscheinend pilgerten alle Nepalesen zu einem kleinen Tempel auf einer nahe gelegenen Insel. Gut, Foto aus der Ferne geknipst, das muss reichen.

Die World-Peace-Pagode erkennt man auf dem Bild gaaanz klein auf dem Hügel. Die Schlange der Übersetzwilligen sieht man ebenfalls. Warum selbst die Menschen am Ende der Schlange bereits (eigens mitgebrachte?) Schwimmwesten trugen erschloss sich uns nicht wirklich.

Ein paar Soloausflüge von Eva gab es dann doch noch, in denen sie mir ihre Erlebnisse fotografisch dokumentierte:

Pokhara sollte man also durchaus mehr Beachtung schenken als wir, aber immerhin hatten wir den schlimmsten Rotz nun überlebt. Denn nun folgte die Rückfahrt nach Kathmandu. Diesmal zwar "nur" 9 Stunden unterwegs, aber mit den Nachwirkungen der Erkältung fühlte sich diese Fahrt bedeutend schlimmer an als der Hinweg. Irgendwann war es dann aber geschafft und wir erreichten unser Hostel für die letzte Übernachtung in Nepal. Viel gab es für uns dort nicht zu tun. Eine gemütliche Nachbesprechung unseres Treks mit Surendra und einen ganzen Tag Essen und Däumchen drehen. Erst gegen 23 Uhr sollte unser Flug nach Yangon in Myanmar abheben. Am Flughafen in Kathmandu mussten wir uns durch ein Menschen- und Koffermeer wühlen um überhaupt ins Gebäude zu kommen. Anscheinend war hier jede nepalesische Familie vertreten, die alle ein Kind zum Studium ins Ausland verabschiedeten. Entsprechend aufgelöst und verheult sahen hier die meisten aus. Wir freuten uns indes auf wärmere Tage im Land der Pagoden und darauf für einen kurzen Teil unserer Reise Besuch aus Deutschland zu bekommen.

 

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